Nicht nur Zuckerstangen gibt es im Polkagrisar-Paradies

Am östlichen Ufer des Vättern liegt Gränna. Eine Stadt, so zuckersüß wie ihre Spezialität. Hier machten wir unseren allerersten Stopp in Schweden und hier wurde ich mit dem Schwedenfieber infiziert.

Bunte Holzvillen und ein wunderschönes Panorama auf den Vättern. Jede mit kleinem Garten und dem obligatorischen Mähroboter.  Sogar die Kirche am Hang hat einen. Kein Wunder, dass sich im Sommer Zahlreiche Touristen durch die Hauptstraße quälen. Also „Zahlreiche“ für schwedische Verhältnisse. Parken lässt es sich sehr zentral auf dem Parkplatz. Und von hier kommt man auch prima in die Cafés und Polkagrisar-Manufakturen.

Seit Amalia Erikson 1859 die süße Spezialität hier produzieren durfte, wurde diese neben dem Heißluftballon zum Wahrzeichen der Stadt. Mir persönlich schmecken die Stangen so gar nicht. Auch nicht die zahlreichen, gestreiften Bonbons. Egal ob sie traditionell nach Pfefferminz oder Zitrone schmecken. Für mich sind sie zu hart und zu süß. Aber sie sehen toll aus und die Kinder lieben sie.

Im Bonbon-Paradies

Im Rahmen unserer ersten Rundreise dürfen wir dann auch bei der Grenna Polkagriskokeri AB hinter die Kulissen schauen.  Nicht nur wie normale Kunden, durch die Scheibe in die Werkstatt, nein wir dürfen auch selbst Hand anlegen.

Der Laden ist wunderschön. Überall sind Bonbons, Lutscher und vor allem Polkagrißar. Ein Paradies für jeden Zuckerjunkie. Ein erfahrener, wenn auch recht Junger, Zuckerbäcker dreht hinter einer Scheibe die Zuckermasse. Er streckt und zieht sie, bis sie so will wie er.

Grenna Polkagriskokeri AB

Brahegatan 39,
563 32 Gränna
www.polkagris.com

Öffnungszeiten:
Mo.-Fr. 9-17 Uhr
Sa.-So. 10-17 Uhr

Polkagrisar selbst gemacht

Wir dürfen zu ihm und bekommen eine kleine Schlange zum Rollen. Meine Frau und mein Sohn übernehmen die Rolle der Zuckerbäcker. Unter seiner Anleitung schafft es auch mein damals 3-jähriger Sohn zum perfekten Polkagris. Und die Eigene schmeckt natürlich besonders gut. Also ihm, mir immer noch nicht. Danach wird selbstverständlich noch für den Eigenbedarf und die Freunde daheim eingekauft. Denn, auch wenn siemir nicht schmecken, als Souvenir sind sie wunderschön.

Wer nur die Polkagisar als Souvenir will, muss nicht extra die Reise hierher antreten.  Man kriegt sie überall in Småland. Das richtige Zuckerstangenfeeling gibt es aber nur in Gränna. Wer schon mal hier ist, der sollte sich dann auch das Grenna Museum nicht entgehen lassen. Eine tolle Sammlung rund um die Polarexpedition von August Andrée, Nils Strindberg und Knut Fraenkel aus dem Jahre 1897.  Man kann den Ausflug aber auch einfach mit einem Café mit Vätternblick kombinieren. Eine Reise ist Gränna im jedem Fall wert.